[Mittelalter RPG] Die Wanderung der Azteken (12.01.2009)
Tief stand die Sonne über dem geheiligten Götterland. Nicht lang noch und die Sonne würde feurig in den tiefen des Meeres versinken. Lange blickte der Junge Gott in die Brandung, die Wellen, die ohn Unterlass den Strand hinaufrollten, betrachtend.

Hell und weiß blinkte der Sand in der untergehenden Sonne auf, man konnte bereits die ersten Sterne am Himmel leuchten sehen.

Er ließ einen letzten wehmütigen Blick über das Wasser schweifen, drehte sich um und ging den Weg zurück zum Tempelberg. Tief in Gedanken versunken fragte er sich: "Wird es uns jemals möglich sein die Welt hinter dem Wasser zu erschließen, sie zu erkunden und zu besiedeln? Wer mag in solchen Welten leben? Marsianer etwa?" Marsianer, das waren bizarre gestalten mit 5 Rüsseln und 4 Ohren, Eltern erzählen oft ihren Kindern, dass die Marsianer kommen wenn sie nicht pünktlich zum Opfer zuhause sind.

Mit schwer beladenem Gemüt trottete er durch die Landschaft. Dies war der Ort seiner Kindheit, seine Heimat. Sollte er hier nicht eigentlich glücklich sein? Doch etwas zog ihn fort, ein Sehnen zog ihn über das Meer in die Ferne. Aber musste es ein solches bleiben. Sein gestrenger Vater würde jeden Versuch einer Flucht mit eiserner Knute unterbinden.



Er erreichte das Dorf unter dem Tempel. Müde legte er sich in seine Hütte und schlief sofort ein.



Ein Mann mit langem braunen Haar, in einem weißen schmutzigen Gewand. An einer Tafel verwandelte er Wasser zu Wein und wieder zurück. Er schien Spaß daran zu haben und ganz versunken in diese Tätigkeit zu sein. Das Bild verschwomm. Es war der selbe Mann, er überschritt ein Meer. Er lief hinüber. Szenenwechsel. Eine halbentkleidete Frau auf einem Felsen.. doch da klingelte bereits der Wecker. Unser junger Gott erwachte, grollend über die Welt, den Wecker und dass er meist von alten Männern träumte. Doch dieses Mal war der Mann etwas Besonderes. Er hatte Wasser überschritten.



"Wenn ein alter Narr das schafft, was sollte mich, einen jungen Kriegergott der Azteken, auch nur im geringsten davon abhalten können?.", dachte er sich. Doch wurde er abrupt aus seinen Phantasien gerissen.



"Bärchen, komm frühstücken!" rief jemand von unten. Er hasste diese Verniedlichung.



Da Götter sich in ihrer Freizeit langweilen - sie brauchen nichts und wissen fast alles - fing unser Protagonist direkt mit dem üben an. Bis die Sonne wieder im Wasser versank war seine Kleidung so durchnässt, dass er erstmal im warmen lokalen Etablissement eine Aufwärmung brauchte. Andererseits würde sein Vater vielleicht misstrauisch werden.

Dies wiederholte sich die nächsten Tage, Wochen, Monate.



Überschattet wurden seine Übungen von dem Tode seines Vaters, dem Göttervater, Herr über die den Azteken bekannte Welt. Eine Woche und einen Tag dauerte die Trauerfeier und eine weitere Woche dauerte die herrschaftliche Zeremonie zur Krönung unseres jungen Helden zum höchstmöglichsten Amte.



Unter seiner weisen Herrschaft gedieh der Tempel und der Heilige Bezirk, auch die Menschen, aztekische Stämme, entwickelten sich wohl. Doch zurück blieb sein Wunsch nach der Fremde. Er hatte mittlerweile seine Übungen erfolgreich abgeschlossen, doch alleine mochte er nicht fortgehen. Also befahl er sämtlichen Göttern Unterricht in auf-dem-Wasser-laufen zu nehmen. Viele weitere Monate und klatschnasse Klamotten später war es tatsächlich soweit. Der Götterhimmel war bereit über das Wasser zu wandern.



Und so rüsteten sie sich für einen langen Marsch. Unterwegs ernährten sie sich von verduzten Fischen, die sie von der Oberfläche angelten. Tranken Salzwasser und erfuhren eine Stählung ihres Körpers, die sie bereitmachen sollte auf der anderen Seite des Wassers zu überleben.

Auf etwa der Hälfte des Weges trafen sie auf eine Schiffsflotte von ungeahnter Größe. Viele bewaffnete Männer waren an Board, sie hatten Kurs auf das Aztekische Festland genommen. Doch die Götter kümmerte das nicht. Sollten die Menschen doch selber schaun wie sie zurechtkommen, schon lange genug hatten die Götter sie aus allen misslichen Lagen gerettet. Sie ließen die Flotte - welche sich später als spanische Flotte herausstellte - hinter sich.



Jahre liefen sie bis sie wieder Land erreichten.

Eine große Stadt mit einem großen Tempel erhob sich vor ihnen, eine enorme Schlacht spielte sich vor ihren Augen ab. Ungewohnt aussehende Männer in Rüstungen hackten sich mit langen schmalen Gegenständen die Köpfe ab. Hatten sie denn noch nichts von Obsidiankriegskeulen gehört? Diese Primitivlinge! So beschlossen sie, dass ihnen dieses Land hier gefiel. Diesen Hinterweltlern würden sie schon die Kunst und Gewalttätigkeit aztekischer Kriegsführung zeigen.

Also fingen sie an dieses Land zu bebauen, urbar zu machen und die ersten Rohstoffe für ihre gewaltige Armee zu sammeln. Doch es schien als seien sie gezwungen auf ihren einzigartigen Stoff für Waffen zu verzichten. Würden sie diese Schwächung überwinden können? Denn noch waren sie Fremdlinge aus einer anderen Welt und auch ein aztekischer Gott braucht Zeit um sich an Umstände zu gewöhnen...



Doch nur um dann noch härter zuzuschlagen!



RPG gesponsort für DaltonX, der nicht glauben möchte, dass Azteken nach Europa gehören.


Comments about the news
Warning: mysql_fetch_array(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /srv/www/vhosts/holy-wars.de/httpdocs/include/news_wrestling.page.php on line 77